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Bangkok, Tag 5

So langsam glaubt ihr noch, dass ich mich hier nur zum Spaß herum treibe… Daher traue ich mich kaum noch weitere Bilder zu posten und Geschichten zu erzählen. Ich tu’s jedoch trotzdem. Mir macht es nämlich selbst total viel Spaß, all diese Erlebnisse fest zu halten. Mein Reisetagebuch aus Papier muss jedoch mächtig unter meinem Blog leiden. Noch nicht eine einzige Zeile habe ich dort zu Papier gebracht…

Heute Morgen ging es vor dem Kongress nochmal zu einem Kurzausflug in die Stadt. Ich wollte mir nämlich endlich den Königspalast ansehen, und das geht hier nur bis 15.30 Uhr. Dort angekommen musste ich mich jedoch leider von einem Passanten belehren lassen, dass der heute wegen „Buddistentag“ geschlossen ist. Buddhistentag ist der Tag, an dem man hier in den Tempel beten geht. Das ist kein fester Wochentag, sondern richtet sich nach dem Mond. Na schön, das mit mir und dem Königspalast soll wohl nicht sein. Daher kriegt ihr ihn jetzt nur von außen zu sehen.

Also habe ich mich stattdessen wieder ins Boot gesetzt und für 3 Baht (2 oder 3 Cent) eine Überfahrt über den Fluss gebucht. Auf der anderen Seite steht nämlich der älteste Temper der Stadt, laut meinem schlauen Reiseführer heißt er „Wat Rakhang Khositam“.

Der Aufstieg ist leider ziemlich steil und der Abstieg für Leute mit Höhenangst (so wie mich) eine Qual.

Dafür ist die Aussicht wirklich lohnenswert.

Danach wollte ich eigentlich an ein paar Tempeln vorbei wieder zurück zum Kongresszentrum. Irgendwie habe ich mir aber doch eine TukTuk Sightseeing-Tour mit Fabrifbesichtigung aufschwatzen lassen. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass so eine TukTuk-Fahrt maximal 40 Baht kosten darf, so viel also zu meinem Schnäppchen von gestern. Am ersten Tempel ausgestiegen wies mich ein netter Passent (der sich wunderte was ich an einem Tempel tue, den sonst kaum ein Tourist aufsucht) darauf hin, dass ich vermutlich einem Trickbetrug aufgesessen bin. Der Königspalast sei jeden Tag geöffnet und das ganze sei nur eine Masche um Touristen in Fabrikverkäufe zu locken. Das habe er in der Zeitung gelesen. Ein Blick in meinen Reiseführer bestätigte dies. Und so ging ich nach kuruer Besichtigung zum TukTuk zurück, und erklärte hartnäckig, dass ich von hier aus lieber zu Fuß weiter gehen möchte. Zur Bestätigung drückte ich dem Mann 20 Baht in die Hand (etwa 50 Cent) und machte mich vom Acker. Puh, da hatte ich gerade nochmal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Frustriert kämpfte ich mich also zu Fuß weiter in Richtung U-Bahn, wobei ich den dichten Verkehr und den Lärm als sehr lästig empfand. Ich freute mich regelrecht auf den Kongress und die Ruhe während der Vorträge.
Nur leider verlief ich mich, und konnte meine Position plötzlich nicht mehr auf dem Stadtplan ausmachen (so viel zu meiner gestrigen Festsellung, dass ich mich in Bangkok ganz prima orientieren kann…). Was nun? Für ein Taxi war zu viel Stau und zu spät kommen wollte ich auch nicht. Also habe ich mutig einen Motorrad-Taxi-Fahrer angesprochen und tapfer einen Preis von 40 Baht (ein Euro) für den Weg zur nächsten U-Bahn Station ausgehandelt. Auf der Fahrt stellte ich fest, dass ich in die völlig falsche Richtung gelaufen sein musste. Der gute Mann fuhr mich nämlich geradewegs wieder zurück… Und so saß ich von Erfolgserlebnissen erfüllt hinten auf dem Motorrad und schlägelte mich durch den Stau durch den Stadt. Das hielt so lange, bis mir auffiel, dass ich ja gar keinen Helm auf dem Kopf hatte. Danach hab ich nur noch gebetet.
Doch zum Glück ist alles gut gegangen. Zur Belohnung gab’s dann auch noch ein Foto von meinem „Retter“ (Motorrad-Taxi-Fahrer erkennt man an der orangenen Weste).

Danach folgte Kongressalltag mit vielen interessanten Vorträgen. Heute Abend dann fleißiges üben für meinen Vortrag morgen. Dafür bitte ganz kräftig die Daumen drücken.
Liebe Grüße,

Steffi

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2 Responses to “Bangkok, Tag 5”


  1. Januar 12, 2012 um 3:21 PM

    Hallo Steffi,
    ich bin gerade über ein paar Umwege auf deinem Blog hier gelandet und habe mit sehr viel Interesse deine Bilder angeschaut und Berichte gelesen. Sieht alles wirklich sehr sehr toll aus.
    Hoffe du hast noch ein paar tolle Tage und schöne Eindrücke bevor es für dich nach Hause geht!

    Liebe Grüße
    Michaela

  2. 2 Franziska
    Januar 12, 2012 um 6:20 PM

    Hallo mein liebes Kind,
    wau,was Du alles erlebst ich bewundere Dich.Ja das sind tolle Fotos und wie mag das alles in wirklichkeit sein.Ich drücke Dir für Deinen Vortrag die Daumen,Du schaffst dass,ich weiß es.Viele liebe Grüße Mutti


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