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Dez
09

Aufgetaucht

27.12.2009 

Ihr dürft dreimal raten, von wo ich mich jetzt melde… richtig! Nicht aus der Antarktis und auch NICHT aus Chile. Nein, ich bin gerade in Rio Gallegos, einem kleinen Nest im Süden von Argentinien. Denn wenn eines in der Antarktis sicher ist dann, dass da absolut nix nach Plan läuft.

Gesten Morgen sollten wir ja spätestens von einem Militärschiff abgeholt werden, welches uns wieder zum Flughafen in Frei bringen sollte. Das hat auch noch geklappt, nur eben ein paar Stunden später, da durch einen Schneesturm vorher nichts zu machen war. Und so kam es, dass der Touristenflieger, welcher uns nach Punta Arenas bringen sollte bei unserer Ankunft dort längst abgeflogen war. Das einzige was noch da stand war der Militärflieger der argentinischen Soldaten, die mit uns die Station verlassen haben. Und da wir nicht mitten in der Antarktis ohne ein Dach über dem Kopf festsitzen wollten sind wir da eingestiegen, und eben in Rio Gallegos gelandet.

Letztendlich ist genau das eingetreten, was wir versucht haben unserem Chef begreiflich zu machen, denn letztendlich bin ich genau dort, wo ich hätte sein sollen, wenn ich in ein paar Tagen einen Flug nach Hause genommen hätte. Nur HABEN wir keinen Flug und sitzen erst mal hier fest, mitten in der Pampa.

Fernando hat zum Glück das gemacht, was er am besten kann. Er hat seine spanische Kontaktfreudigkeit ausgepackt und gleich bei unserer Ankunft Kontakt zu den argentinischen Soldaten hier geknüpft. Und so schlafen wir nun erst mal in einem argentinischen Militärlager, was eigentlich als Unterkunft für die Soldaten gedacht ist, die auf dem Weg in die Antarktis hier Pause machen. Da hier aber gerade niemand ist, habe ich seit über einem Monat endlich wieder ein Zimmer für mich alleine. Und schon das ist ein Grund sich im Moment wahrhaft königlich zu fühlen. 😉

Wie es nun weiter geht wissen wir erst mal nicht. Daher heißt es erst mal abwarten und Däumchen drehen.

Liebe Grüße aus dem wilden Süden, 

Steffi

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2 Responses to “Aufgetaucht”


  1. 1 Börni & Co.
    Dezember 28, 2009 um 6:49 PM

    Hallo Süße, langsam beneide ich dich nich mehr.
    Der einzige Trost für uns ist, du bist da nicht allein. Gibt es in Argentinien nicht auch Pflanzen für eure Forschung. Liegt doch fastb auf dem gleichen Breitengrad – also ähnliches
    Klima.? Da könnt ihr euch den Weg über Chile sparen. Dumm gefragt. Hab ja nicht viel Ahnung von sowas.
    Liebe Grüße aus dem (Irren)Kinderchaos

  2. Dezember 29, 2009 um 4:32 PM

    Liebe Steffi.

    Oh man, was du alles mitmachen musst. Und ich dachte schon ich hab hier Abenteuer, wenn ich hier in fremde Städt fahre und kein Hotel buche. Und habt ihr das Zeug noch gefroren oder was passiert mit den ganzen Flechten, die du schon gesammelt hast?

    Drücke dir ddie Daumen, dass alles gut klappt und du bald wieder zuhause bist
    liebe Grüße
    Jennifer


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