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Der Weg durch den Schnee

Schmerzen bekommen hier eine ganz neue Dimension. Mir tut alles weh, wirklich alles. Am schlimmsten war es heute Morgen, als ich aufgestanden bin und kaum laufen konnte. Die anderen meinten beim Frühstück, dass ich jetzt weiter machen müsste, sonst würde ich den Muskelkater nie loswerden. Und natürlich hätte ich sowieso wieder raus gemusst in den Schnee.

Heute waren wir aber schlauer. Jeder von uns hat sich mit 2 Skistöcken bewaffnet, so dass wir unser Gewicht besser am Boden verteilen konnten und nicht ganz so tief eingesunken sind. Außerdem konnte man sich so besser aus dem Schnee befreien, wenn man mal wieder fast mit dem ganzen Bein versunken ist. Dafür ging dieses Schneegestöcker aber auch ziemlich in die Arme. Ich sehe es schon kommen: wenn ich die Antarktis wieder verlasse, bin ich entweder kugelrund wegen des ganzes Essens, das ich hier in mich reinstopfe (denn ich habe echt immer Hunger…)  oder ich habe Waden wie ein Fußballer und Oberarme wie Arnold Schwarzenegger.

Die Tour heute war wesentlich weiter als gestern, zumindest kam es mir so vor. Wir sind in Richtung der Küste am anderen Ende der Halbinsel gelaufen. Mitten durch die unendliche Schneewüste, den großen Felsbrocken halb umrundet, vorbei an leicht überfrorenen Schmelzwasserseen und kleineren aufgetauten Stellen. Der Hinweg hat uns anderthalb Stunden gekostet und teilweise wäre ich am liebsten einfach im Schnee sitzen geblieben. Auch wenn es kalt ist, ist es doch wenigstens bequem. Der Rückweg ging dann aber wesentlich besser und da es bergab ging, hat er uns auch nur die Hälfte der Zeit gekostet. Die Landschaft war schon beeindruckend, auch wenn die Fotos total langweilig geworden sind. Es ist halt immer dasselbe: Schnee, Schnee, Schnee…

Felsbrocken von der anderen Seite

Der Weg durch den Schnee

Ein kleines Video gibt es auch noch, vom Ziel unseres heutigen Ausfluges. Unten das Meer, dann der große Felsbrocken (wir sind rechts dran vorbei gelaufen) und irgendwo dort im Schnee auch unsere Spuren.

 Fernando hat auch ganz schreckliche Fotos von mir mit meiner Skimaske im Gesicht gemacht. Er hat mich jetzt „Gangster Steffi“ getauft. Freue mich schon auf die Zeiten, wo ich wieder ohne beschlagener Sonnenbrille und Lappen vor’m Gesicht durch die Gegend laufen kann. Aber noch ähnelt meine Nase einer roten Pellkartoffel. Kann also noch eine Weile dauern… Außerdem habe ich mir heute bei dem ganzen Skigestöcker auch noch die Hände verbrannt. Mal seh’n was als nächstes kommt. 😦

Liebe Grüße, 

Steffi

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2 Responses to “Der Weg durch den Schnee”


  1. November 29, 2009 um 10:17 AM

    Durch zwei Meter hohen Schnee zu stapfen, das ist sicher fürchterlich anstrengend. Habt ihr da keine Schneeschuhe? Deine Bilder finde ich überhaupt nicht langweilig. Solche Massen von Schnee, das sieht man doch sonst nie. Aber was mich jetzt noch interessieren würde: Hast du dann am Abend wirklich noch getanzt?
    Liebe Grüße von Margot

    • November 29, 2009 um 11:01 PM

      Hallo Margot,

      nein, Schneeschuhe gibt es hier leider nicht. Sowas kennen die Südamerikaner nicht, und deshalb gibt es keine. Von den Soldaten könnte man sich eventuell Ski ausleihen, doch da ich mir nicht die Beine brechen will, lasse ich das. :-/
      Getanzt habe ich an dem Abend noch und es hat richtig Spaß gemacht. Wenn man sich einmal richtig bewegt, dann tut einem auch nichts mehr weh. 😉
      Freut mich aber, dass du von den Schneebildern noch nicht genug hast. 🙂
      Liebe Grüße,

      Steffi


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