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Punta Arenas – erster Tag

Inzwischen sind Fernando und ich von unserem Stadtbummel zurück. Diese Stadt ist meiner Meinung nach ziemlich seltsam – ganz anders als ich mir Chile vorgestellt hatte. Vieles hier ist so amerikanisch, teilweise gibt es diese typischen Reihenhäuschensiedlungen. Etwas ist jedoch ganz anders: die Armut. Das soziale Gefälle hier ist leider sehr stark und das sieht man der Stadt auch deutlich an. Viele arme Häuser gibt es hier und dann, gleich daneben steht ein protziges Spielcasino und daneben wird ein hochmodernes Hochhaus errichtet. Außerdem gehören hier zum Stadtbild die vielen herrenlosen Hunde, die verschorft von Flohbissen und Pilzbefällen bettelnd durch die Straßen ziehen. Der Anblick schockt mich doch ziemlich, denn so was habe ich noch nie gesehen.

Beim schlendern durch die Stadt habe ich auch gleich den einen oder anderen Wollladen entdeckt. Die scheint es hier wie Sand am Meer zu geben, denn Schafe gibt es hier wohl jede Menge. Vielleicht werde ich einem dieser Läden auf dem Rückweg einen Besuch abstatten. Sicher bin ich mir aber noch nicht. Eine Kaufhalle die Sonntags offen hat haben wir zum Glück auch gefunden und so haben wir tapfer die Zutaten für Spagetti mit Tomatensauce gekauft. Fernando hat das ganz anders gekocht, als ich es bisher kannte (mit Speck und Olivenöl) doch es hat wirklich gut geschmeckt. Nun bin ich langsam müde – kein Wunder, zu Hause ist es jetzt mitten in der Nacht. Die Zeitverschiebung hierher beträgt gerade 4 Stunden (wenn wir Sommerzeit haben und hier Winterzeit ist sind es 6 Stunden) und so habe ich nicht allzu sehr mit dem Jetlack zu kämpfen Trotzdem würde ich jetzt zu gerne schlafen. Naja, eine Stunde noch, dann erlaube ich mir das.

Liebe Grüße in die Heimat, 

Steffi

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5 Responses to “Punta Arenas – erster Tag”


  1. November 23, 2009 um 10:17 AM

    Wozu um die Welt reisen, wenn es Steffi für uns tut?
    Sehr interessant hier…
    Die armen Hunde!

  2. November 23, 2009 um 10:29 AM

    Liebe Steffi, ich wünsche dir weiterhin viel Spass auf deiner Reise. Ich würde wenigstens mal in den Wollläden schauen gehen. Ja man hört und sieht ja im Fernseh wie die Länder so leben die so arm sind. Und das mit dem Hunden das wäre nichts für mich. Ich kann mir sowas noch nicht mal im Fernseh anschauen und dann noch real. Ne danke ich glaube ich würde den ganzen Tag heulen weil es so traurig ist. Liebe Grüße Annetta

  3. November 23, 2009 um 11:05 AM

    Das ich schön zu lesen, das Du den langen Flug gut überstanden hast. Hört sich auf jeden Fall sehr spannend an und ich bin schon gespannt was noch kommt.

    Im übrigen solltest Du mal nichts zu tun oder zu erkunden haben und Dich im Hotelzimmer langweilen hab ich noch für Dich einen Award herumliegen. Solltest Du dafür aber keine Zeit und keinen Kopf haben ist es auch OK. 😀

  4. 4 Kerstin
    November 23, 2009 um 1:54 PM

    Das erinnert mich ganz stark an Panama: arm und reich (protzig) nebeneinander. Genauso mit den Hunden. Gibt es auch Indigene da? (Also, Ureinwohner, die im schlimmsten Fall auch noch auf der Straße herumkriechen …) Tja, wir sind privilegiert, und das werde ich spätestens seit Panama nie mehr vergessen. Dafür sind die Menschen in Südamerika innerlich oft sehr reich, finde ich. So offen, spontan, freundlich und bewundernswert hart im Nehmen und Überleben. „Memo“: Niemehr vergessen, diese Menschen, diese Art …

  5. November 23, 2009 um 2:28 PM

    Schön das Du gut angekommen bist 😀
    Ich bin schon auf weitere Reiseberichte gespannt. Alles Gute weiterhin.

    Liebe Grüsse
    Sonja


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