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Mai
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Hurra! Ich hab’s geschafft!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn ich habe es geschafft mich aufzuraffen und bei der Endometriose-Hotline anzurufen. Vor etwa einer Woche hatte ich das in einem Anfall von Motivation einen ganzen Abend lang versucht, doch da dort immer besetzt war, habe ich das Handtuch geworfen. Heute kam es mir jedoch wieder ein und ich hatte gleich beim ersten Versuch Glück.

Das Gespräch war sehr angenehm und ich weiß nun endlich wieder, was zu tun ist. Das war mir nämlich bisher ganz und gar nicht klar. Und so habe ich nun folgende wichtige Dinge in Erfahrung bringen können, bzw. auf meine to-do-Liste gesetzt.

1. (ganz wichtig): Wenn ich meine nächste Hormonspritze abhole werde ich bei meiner Frauenärztin nach dem Brief fragen, welcher der operierende Arzt aus dem Krankenhaus ihr zugesand hat. Dort stehen nämlich alle wichtigen Infos drin, z.B. Wo die Endometriose war, wie schlimm es ist und was für Behandlungen empfohlen werden. Diesen Brief kopiere ich mir dann und hebe ihn für weitere eventuell folgende Arztbesuche auf.

2. Ich brauche einen Arzt, der Erfahrung mit Endometriose hat. Eine Anlaufstelle wo ich Infos über solche Ärzte bekommen kann ist das „feministische Frauengesundheitszentrum“ in Frankfurt. Doch auch Frauen-Selbsthilfegruppen oder die Endometriosevereinigung haben solche Adressen.

3. Mit dem neuen Arzt und dem Arztbrief kann ich dann über weitere Therapien nach Ablauf der Hormonbehandlung sprechen. Wenn es schlimm ist, kann man über einen „second look“, also eine weitere Bauchspiegelung sprechen. Diese kann abklären, ob die Hormonbehandlung überhaupt angeschlagen hat. Außerdem kann es sein, dass ich die Pille wieder nehmen muss oder sogar Gestagene bekomme, welche die Endometriose erstmal aufhalten. Denn da ich noch recht jung bin und Kinder möchte, arbeitet die Endometriose gegen mich.

4. Es ist nicht selten, dass die Nebenwirkungen meiner derzeitigen Hormonbehandlung mit der Zeit noch schlimmer werden. Denn hormontechnisch trocknet man mit der Zeit aus. Wenn sie so schlimm sind, dass ich es nicht mehr aushalte, kann man eine sogenannte „Add-back“ -Therapie machen. Dabei bekommt man Hormone in ganz geringen Mengen, welche die Nebenwirkungen abschwächen, die Endometriose aber nicht fördern.

5. Und zuletzt: ich werde ab sofort zusätzlich Kalzium einwerfen, da die Hormonspritze meine Knochendichte runtersetzen kann. Und das will ich nicht unbedingt.

So, das waren die Neuigkeiten. Irgendwie eine ganze Menge. Doch zum Glück weiß ich jetzt erstmal wieder wo es lang gehen soll. Und das ist schon mal viel wert.

Liebe Grüße,

eine motivierte Steffi

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8 Responses to “Hurra! Ich hab’s geschafft!”


  1. Mai 19, 2009 um 11:08 PM

    Na siehst Du, gut informiert ist schon halb gewonnen 😉
    Ich freu mich das Du nun wieder so motiviert bist, so kommst du sicher am besten damit klar. Auf jeden Fall ist es gut wenn man weis wo man Fragen kann und sich nicht so allein gelassen fühlt!

    Alles Liebe
    Sonja

  2. Mai 20, 2009 um 5:15 AM

    Hallo Steffi,
    dann drück ich dir mal die Daumen, dass sich alles nur noch bessert und sich so fügt, wie du es brauchst. Und notfalls hast du ja ein Sprachrohr, um deinen Frust und auch Freude in die Welt hinaus zu tippen :mrgreen:
    Sei ganz lieb gegrüßt
    Sunsy

  3. Mai 20, 2009 um 7:13 AM

    Liebe Steffi,
    gut informiert zu sein, ist immer das Beste. Durch meine Arbeit in einer SHG kenne ich die Problematik, dass sich viele Frauen nicht trauen, verunsichert sind etc.
    Ich kann nur sagen, mir hat es immer geholfen, zu sprechen, viel zu fragen.
    Alles Gute!
    lg
    Sidney

  4. Mai 20, 2009 um 9:49 AM

    Das klingt ja jetzt schon sehr optimistisch. Gut, dass du nachgefragt hast, dadurch wird es sicher jetzt auch leichter, mit dieser Krankheit umzugehen. Alles Gute wünsche ich dir!
    Liebe Grüße von Margot

  5. Mai 20, 2009 um 12:45 PM

    Hallo Steffi!
    Alleine WIE Du darüber schreibst, hört sich schon viel positiver an – TOLL = das freut mich ungemein!!!
    Lieben Gruß, Claudia

  6. Mai 29, 2009 um 2:22 PM

    Hallo 🙂

    Ich hab nach meiner OP letzte Woche auch die Diagnose Endometriose bekommen, ist aber alles (und das war nicht gerade wenig) entfernt worden.

    Schön, zu lesen, dass es andere Bloggerinnen gibt, die auch darüber schreiben 🙂
    Werd jetzt öfter mal hier vorbeischneien, wenn ich darf 😉

    • Juni 7, 2009 um 6:16 PM

      Hallo,

      ja, Endometriose ist eine doofe Diagnose. Aber inzwischen hab ich mich schon ganz gut zurecht gewurstelt. Das schaffst du bestimmt auch! Werde auch gleich mal bei dir vorbei schauen und lesen, was du so schreibst. Leider gibt es bisher noch nicht so viele Endometriose-Blogs…
      Liebe Grüße,

      Steffi

  7. 8 ibizasunset02
    August 12, 2010 um 5:09 PM

    Hi,

    bin bei der Suche zum Stichwort Endometriose über deine Seite gestolpert. Habe auch diesen Mist 😦

    LG Daniela


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