30
Jan
09

Die Zukunft fordert eine Entscheidung

Heute Morgen habe ich tatsächlich wieder meinen Diplombetreuer getroffen. Dabei bin ich extra pünktlich losgegangen, damit mir das nicht passiert. Gespräche mit diesem Menschen sind mir einfach höchst unangenehm, da ich nicht weiß, was ich sagen soll. Er ist ein Workaholic, und ich finde einfach keine außerberufliche Ebene mit ihm.

Naja, heute kam sie dann jedenfalls, die mehr oder weniger unvermeidliche Frage: „Weißt du nun schon, was du nach deiner Diplomarbeit machst?“ Von mir erstmal großes Schweigen. Natürlich habe ich mir über dieses Thema meine Gedanken gemacht, sogar nicht nur einmal. Doch im Laufe meiner Diplomarbeit hat sich mein Plan mehrmals geändert.  Mein Betreuer hatte mir ja schon vor ein paar Moaten indirekt eine Doktorandenstelle angeboten. Damals war ich auch sehr angetan davon. Klar, dieser Mensch triezt mich hin und wieder schon richtig, doch bei ihm leistet man auch etwas. Trotzdem wurde mir in den letzten Wochen und Monaten die Zeit mit ihm und an der Uni unerträglich. Teilweise ist man eben wirklich auf sich selbst gestellt, hört eine Woche lang nichts von ihm und fischt im trüben. Dann sitzt er einem wieder im Nacken und will Ergebnisse. Und dazu noch ständig diese „Sonderaufgaben“, die ich für ihn zu erledigen habe.  Das nervt teilweise schon ganz schön, so dass ich in diesen Phasen überhaupt nicht vorwärts komme.

Also war der nächste Alternativplan: irgendwo anders eine Doktorandenstelle annehmen. Ich hatte auch schon einen Arbeitskreis im Auge, den ich sehr sympatisch finde und bei dem es eine super Betreuung gibt. Doch hier müsste ich erst Fördermittel beantragen und eine Menge Energie hinein stecken. Und die habe ich im Moment überhaupt nicht. ZUmal nciht einmal sicher ist, ob alles klappen würde.

Der Plan bis heute war nun, einfach etws ganz anderes zu machen. Nach meiner Diplomarbeit wollte ich  erstmal zu einer Leih- und Zeitsarbeitsfirma gehen und ein halbes Jahr einfach nur arbeiten. Keine stressige Uniarbeit, kein Kopfrauchen. Einfach nur geregelte Arbeitszeiten und das Gefühl einen guten Job zu machen.

Naja, heute kam jedenfalls von ihm die berüchtigte Frage und ich stand ratlos da. Doch er setzte noch einen drauf. „Weißt du: vom 7. Juli bis 8. August ist da dieser Kurs oben in Svalbard (Spitzbergen). Da gibt es 1 Woche Therie und dann 3 Wochen Geländeexkursionen, ihr fahrt mit dem Boot raus… Das wird bestimmt ganz toll. Und für deine spätere Zukunft wäre das sicher total nützlich…“ So etwas oder etwas ähnliches hat er gesagt. „Wenn du wirklich bei uns die Doktorarbeit machen würdest, wäre das auch eine super Ergänzung. Da lernt man richtig was. Und die Mittel dafür bekommen wir schon irgendwo her.“ Toll. Was sagt man da? Das Thema der Doktorarbeit klingt super interessant. Ich liebe Svalbard (ich war da im letzten Jahr schon mal 8 Tage zur Feldarbeit).  Und vor allem: wenn alles klappen würde hätte ich weitere 3 Jahre einen sicheren Job und am Ende noch einen Doktortitel.

Doch will ich mir das alles aufbürden? Ich bin ratlos im Moment. Wirklich.

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2 Responses to “Die Zukunft fordert eine Entscheidung”


  1. Januar 31, 2009 um 5:35 PM

    Oje, dazu kann ich nun überhaupt nichts sagen, aber ich bin sicher das Du die für Dich richtige Entscheudung treffen wirst. Wie weit bist Du denn mit der Strickerei? Lieber Gruß Regina

    • Januar 31, 2009 um 7:56 PM

      Hallo,

      ich habe jetzt eine halbe Stulpe fertig. Also hab ich quasi noch 3/4 vor mir. Aber immerhin, bis hierher war es total schön mal wieder zu stricken. Nur dass meine Fingerkuppen jetzt erstmal wund sind. Aber es dauert sicher nciht lange, dann habe ich Hornhaut…
      Liebe Grüße,

      Steffi


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