Archiv für 12. Januar 2012

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Bangkok, Tag 5

So langsam glaubt ihr noch, dass ich mich hier nur zum Spaß herum treibe… Daher traue ich mich kaum noch weitere Bilder zu posten und Geschichten zu erzählen. Ich tu’s jedoch trotzdem. Mir macht es nämlich selbst total viel Spaß, all diese Erlebnisse fest zu halten. Mein Reisetagebuch aus Papier muss jedoch mächtig unter meinem Blog leiden. Noch nicht eine einzige Zeile habe ich dort zu Papier gebracht…

Heute Morgen ging es vor dem Kongress nochmal zu einem Kurzausflug in die Stadt. Ich wollte mir nämlich endlich den Königspalast ansehen, und das geht hier nur bis 15.30 Uhr. Dort angekommen musste ich mich jedoch leider von einem Passanten belehren lassen, dass der heute wegen “Buddistentag” geschlossen ist. Buddhistentag ist der Tag, an dem man hier in den Tempel beten geht. Das ist kein fester Wochentag, sondern richtet sich nach dem Mond. Na schön, das mit mir und dem Königspalast soll wohl nicht sein. Daher kriegt ihr ihn jetzt nur von außen zu sehen.

Also habe ich mich stattdessen wieder ins Boot gesetzt und für 3 Baht (2 oder 3 Cent) eine Überfahrt über den Fluss gebucht. Auf der anderen Seite steht nämlich der älteste Temper der Stadt, laut meinem schlauen Reiseführer heißt er “Wat Rakhang Khositam”.

Der Aufstieg ist leider ziemlich steil und der Abstieg für Leute mit Höhenangst (so wie mich) eine Qual.

Dafür ist die Aussicht wirklich lohnenswert.

Danach wollte ich eigentlich an ein paar Tempeln vorbei wieder zurück zum Kongresszentrum. Irgendwie habe ich mir aber doch eine TukTuk Sightseeing-Tour mit Fabrifbesichtigung aufschwatzen lassen. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass so eine TukTuk-Fahrt maximal 40 Baht kosten darf, so viel also zu meinem Schnäppchen von gestern. Am ersten Tempel ausgestiegen wies mich ein netter Passent (der sich wunderte was ich an einem Tempel tue, den sonst kaum ein Tourist aufsucht) darauf hin, dass ich vermutlich einem Trickbetrug aufgesessen bin. Der Königspalast sei jeden Tag geöffnet und das ganze sei nur eine Masche um Touristen in Fabrikverkäufe zu locken. Das habe er in der Zeitung gelesen. Ein Blick in meinen Reiseführer bestätigte dies. Und so ging ich nach kuruer Besichtigung zum TukTuk zurück, und erklärte hartnäckig, dass ich von hier aus lieber zu Fuß weiter gehen möchte. Zur Bestätigung drückte ich dem Mann 20 Baht in die Hand (etwa 50 Cent) und machte mich vom Acker. Puh, da hatte ich gerade nochmal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Frustriert kämpfte ich mich also zu Fuß weiter in Richtung U-Bahn, wobei ich den dichten Verkehr und den Lärm als sehr lästig empfand. Ich freute mich regelrecht auf den Kongress und die Ruhe während der Vorträge.
Nur leider verlief ich mich, und konnte meine Position plötzlich nicht mehr auf dem Stadtplan ausmachen (so viel zu meiner gestrigen Festsellung, dass ich mich in Bangkok ganz prima orientieren kann…). Was nun? Für ein Taxi war zu viel Stau und zu spät kommen wollte ich auch nicht. Also habe ich mutig einen Motorrad-Taxi-Fahrer angesprochen und tapfer einen Preis von 40 Baht (ein Euro) für den Weg zur nächsten U-Bahn Station ausgehandelt. Auf der Fahrt stellte ich fest, dass ich in die völlig falsche Richtung gelaufen sein musste. Der gute Mann fuhr mich nämlich geradewegs wieder zurück… Und so saß ich von Erfolgserlebnissen erfüllt hinten auf dem Motorrad und schlägelte mich durch den Stau durch den Stadt. Das hielt so lange, bis mir auffiel, dass ich ja gar keinen Helm auf dem Kopf hatte. Danach hab ich nur noch gebetet.
Doch zum Glück ist alles gut gegangen. Zur Belohnung gab’s dann auch noch ein Foto von meinem “Retter” (Motorrad-Taxi-Fahrer erkennt man an der orangenen Weste).

Danach folgte Kongressalltag mit vielen interessanten Vorträgen. Heute Abend dann fleißiges üben für meinen Vortrag morgen. Dafür bitte ganz kräftig die Daumen drücken.
Liebe Grüße,

Steffi

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Umfrage zur Bildgröße in meinen Artikeln

Hallo ihr Lieben,

da ich in letzter Zeit recht viele Bilder poste, hier mal eine Umfrage zum Thema Bildgröße. Ich würde mich sehr über eine rege Teilnahme freuen, da ich mir unsicher bin, wie ich es in Zukunft halten soll.

Viele liebe Grüße,

Steffi

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Bangkok, 4. Tag (Teil 2)

Nun möchte ich meinen gestrigen Bericht endlich forsetzen. Am Pier in Bagkok angekommen machte ich mich daran die Stadt zu erkunden. Es war schließlich erst 15.30 Uhr und ich hatte somit noch massig Zeit. Für den Königspalast war es leider zu spät, denn der schließt um diese Zeit, doch in der Umgebung gibt es noch einige andere tolle Sachen zu sehen. Und so nahm ich mir eines der Boote die hier zum ganz normalen Linienverkehr gehören. An so eines zu kommen ist jedoch gar nicht so einfach, da man dazu an vielen Thais vorbei kommen muss, die einem private Touren zum zehnfachen Preis aufschwatzen wollen. Da hilft dann nur einfach hartnäckig ablehnen. Linienboot Fahren ist hingegen gar nicht teuer. Eine Fahrt im Extressboot kostet 15 Baht, was umgerechnet etwa 33 Cent sind. So kommt man im Westen der Stadt definitiv am schnellsten voran, denn so weit reicht das U-Bahn und Schwebebahn-Netz nicht. Die Alternative sind Taxis und Motorrikschas (hier auch Tuktuks genannt) ,was bei dem Dauerstau hier jedoch ewig dauern würde. Dann gibt es da natürllich noch die Motorrad-Taxis, also Leute die einen hinten auf dem Motorrad mitnehmen. Das habe ich mir bisher allerdings nicht zugetraut.

Ganz in der Nähe des Stadtpalasted gibt es den “ruhende Buddha”. Das ist dann auch DER ruhende Buddha, von dem einige schon gehört haben. Es handelt sich am eine 46 Meter lange und 15 Meter hohe goldene Statue eines liegenden Buddha, welche in einem Tempel zu finden ist. Der Anblick ist wirklich gigantisch. Leider konnte ich immer nur einen Ausschnitt der Figur photographieren. Sie ist einfach zu groß, um sie im Ganzen auf’s Bild zu bekommen.


Auf der Rückseite der langen Halle kann man 20 Baht gegen kleine Münzen eintauschen (ein halber Baht?) um sie in die Spendentöpfe der einzelnen Mönche zu tun. Dazu vielleicht ein kurzer Exkurs. Eigentlich alle Familien Thailands schicken ihre Söhne für einige Zeit (einige Tage bis Jahre) ins Kloster um Bescheidenheit und Verzicht lernen. Ein Mönch hat hier nämlich nichts und ist so auf die Hilfe der Menschen angewiesen um sich zu ernähren. Morgens gehen sie daher mit ihren Behältnissen auf die Straße und die Leute geben ihnen essen. Das tut man hier gerne, denn man glaubt, dass jede gute Tat in diesem Leben einen Aufstieg im nächsten Leben bedeutet. Und so habe auch ich die Gelegenheit genutzt und gefühlte hundert Münzlein in die metallenen Spendentöpfe der Mönche scheppern lassen.

Doch auch die anderen Tempel in dem Tempelkomplex sind sehr sehr sehenswert. Diese Spitztürme mit ihren Keramikättchen und die gold umrandeten Dächer haben einfach ihren ganz eigenen Charme.

Danach trieb es mich weiter nach Chinatown. Hierfür habe ich mich in die Rikscha eines Tuktukfahrers gesetzt den ich ganz stolz von 200 Baht auf 130 Baht herunter gehandelt habe. Die Fahrt war jedoch erstaunlich kurz, und so nehme ich an, dass auch das immernoch viel zu viel war.
Chinatown ist total choatisch. Es gibt hier verschiedene Geschäfte. Überwiegend werden jedoch Metallsachen, Werkzeuge, Fernseher und andere Technik, chinesiche Medizin und chinesischer Kitsch verkauft.

Wirklich gefallen hat es mir hier jedoch nicht. Dazu ist das ganze dann viel zu sehr in Stress ausgeartet.
Nach Hause ging es dann wieder mit der U-Bahn. Den Weg dorthin habe ich erstaunlicherweise mit meinem Stadtplan gefunden. Es gibt also noch Hoffnung für weitere Abenteuerausflüge. :-)
Liebe Grüße,

Steffi




 

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